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Chemie in Textilien

Heute starten wir die Reihe Farb-, Schad- und weitere Zusatzstoffe in Kleidung. Ich werde euch erklären, um was es genau geht, wo die Probleme liegen und worauf man nicht nur bei Babykleidung sondern auch im Alltag besonders achten sollte.

 

 

Klären wir doch erst einmal das grösste Problem mit den Inhaltsstoffen, sie müssen meistens nicht deklariert werden, es muss lediglich die Faser selbst (Baumwolle, Polyester, etc.) deklariert werden. Was dazu führt, dass vielen Leuten nicht klar ist, welche Stoffe ihre Kleidung enthält. Baumwolle auf dem Etikett bedeutet nicht gleich reine Baumwolle. Zusatzstoffe in Kleidern machen bis zu einem viertel des Gewichts aus. So meint 100% Baumwolle auf dem Etikett nicht im eigentlich Sinn 100% Baumwolle, sondern der Baumwollanteil kann weitaus geringer sein. So ist es möglich, dass zum Beispiel 85% der Kleidung reine Baumwolle ist und die restlichen 15% des Kleidungsstücks bestehen aus (Schad-)Stoffen, die nicht deklariert werden müssen.

 

In den folgen Wochen kläre ich euch über

 

  • Chemische Weichmacher – Phthalate
  • Formaldehyd
  • Schwermetalle
  • Biozide und
  • Pestizide

 

auf und hoffe, ihr nehmt euch das zu Herzen.

Bevor wir die Reihe starten, möchte ich euch noch schnell mitteilen, warum diese Stoffe für unsere Kinder – uns natürlich auch – so gefährlich sind.  

 

Fangen wir ganz vorne an. Viele der Stoffe, die wir in den nächsten Wochen kurz ansprechen, können bereits unsere Fortpflanzung beeinflussen. Viele kinderlose Paare sind unglücklich über ihren Zustand, welcher leider immer öfter durch Gift- und Schadstoffe verursacht wird.

Einen Schritt weiter, stellen Umwelthormone und andere Stoffe Risiken für Föten und Embryonen dar. Geringe Störungen im eigenen Hormonhaushalt der Ungeborenen können bereits zu beispielsweise Störungen bei der Geschlechtsfestlegung führen.

Halten wir die Kleinen dann im Arm kann es direkt mit den Problemen weitergehen. Babys haben viel sensiblere Haut als Erwachsene, auch ist ihre Schutzbarriere noch nicht so stark ausgereift wie bei einem Erwachsenen. Das bedeutet, dass Babys viele Stoffe aus der Kleidung über die Haut oder sogar über die Muttermilch aufnehmen und zum Teil in ihrem Körper anreichern. Zudem reagieren einige Babys mit gereizter Haut bis hin zu Hauterkrankungen wie Neurodermitis.

Einige Stoffe haben dann noch im Kleinkindalter Einfluss auf das Spielverhalten oder andere Verhaltensstörungen, unter naderem ADHS.

Dies kann sich über das ganze Leben ausweiten und bei euren K<indern möglicherweise bin hin zu Krebs oder Unfruchtbarkeit führen.

 

Diverse Schadstoffe bergen potenzielle Risiken, dies bedeutet aber nicht, dass ihr und eure Kinder automatisch erkranken. Ihr habt aber die Möglichkeit, das Risiko so gering wie möglich zu halten.

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