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Biozide

Biozide sind Chemikalien oder Mikroorganismen, die zur Bekämpfung von Schadstoffen (z.B. Bakterien) oder zur Neutralisierung von Gerüchen in Textilien eingesetzt werden. Besonders im Bereich Sport- und Outdoorbekleidung findet man oft den Hinweis „antibakteriell“ oder „geruchsneutraliserend“, was bedeuten soll, dass man nach dem Sport oder Workout weniger nach Schweiss riecht. Dies wird oft durch die Biozide Triclosan oder Carbendazim erreicht.  

 

Stiftung ÖKO-Test warnt bereits seit längerem vor den Risiken dieser Stoffe. Seit April 2015 ist das Biozid Triclosan auf EU-Ebene verboten. Es soll die Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika fördern und ist möglicherweise erbgutverändernd. Es wurde sogar schon in Muttermilch nachgewiesen.  

 

Gerade wird Carbendazim untersucht und bewertet, ob auch für dieses Biozid auf EU-Ebene ein Verbot ausgesprochen wird. Carbendazim ist ein Fungizid, dass, so wird vermutet, die Fortpflanzung schädigen kann und möglicherweise krebserregend ist. Ein Fungizid ist ein biologischer oder chemischer Wirkstoff, der Pilze und deren Pilzsporen abtötet.

Da diese Stoffe sich nicht sehr lange in der Kleidung halten, sondern sehr schnell auswaschen, gelangen diese Stoffe ins Wasser und wirken so wiederum negativ auf Mensch und Tier.

 

 

Biozide findet man auch in vielerlei Haushaltsreinigern, Insektenspray, Bettwäsche, Küchen-, Bad- oder Büroartikel. Einige Biozide sind harmlos, andere wiederum wirken negativ auf uns und unsere Umwelt. Momentan läuft auf EU-Ebene ein Biozid-Review-Verfahren, dass bis 2024 klären soll, welche der verschiedenen Biozide harmlos sind und welche nicht.  

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