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Es ist soweit – der Winter ist da – studenlanges Anziehen auch....

Nun kommt man wirklich nicht mehr drum rum – in Zürich lag schon etwas Schnee, hier ist es auch schon sehr frostig und obwohl es erst ein paar Tage her, dass man noch ohne dicke Jacke unterwegs sein konnte, vermisse ich es schon wieder. Besonders mühselig wird die nächsten Monate auch das Anziehen der Kleinen.

 

Schicht um Schicht muss angelegt werden. Unterhemden, Pullis, Strumpfhosen, Hose, Schal, Jacke, Mütze und manchmal noch mehr, wenn es dann so richtig eisig ist. Würde es beim Anziehen nur um mich gehen, wäre es kein weiteres Wort wert. Es geht aber um meine Kleinen.

 

 

Am besten immer den Kleinste zuerst Anziehen, der kann sich nämlich noch nicht selber wieder ausziehen. Bis hierhin auch noch alles im grünen Bereich. Jetzt kommt der Knackpunkt, der Punkt, der die Stimmung schnell kippen lässt. Die Grosse ist dran.  

Das erste was ich höre ist momentan „selber!“, „nein, ich kann das alleine!“. Okeee, versuchen wir es zum x-ten Mal. Ich atme schon mal ganz ruhig ein und aus. Zuerst die Schuhe. Winterschuhe. Das funktioniert nicht ganz so gut. Aber ich lasse sie. Ich denke, ich bin ganz schlau und will ihr schon mal den Schal überziehen. „Neeeeiiiiin!“ Wütendes geschnaube. Währenddessen wird meinem Kleinen schon warm und er wird unruhig.

 

Ich schlüpfe in meine Schuhe und warte, bis ich helfen darf. Gut ich ziehe also auch schon meinen Schal an, meine Jacke. Jetzt ist auch mir warm. Dann endlich, „Mami, bitte helfen.“ Gut, die Schuhe sind an, aber die binden will sie selber. Sie kann nur noch keine Schleife machen....5 Minuten später darf ich dann also auch die Schuhe binden und der Schal geht ohne Probleme. Ich halte ihr die warme Jacke hin.

 

Nein, sie will die andere. Ich versuche ihr zu erklären, dass sie nicht warm genug ist. Paulchen wird immer motziger, mir wird warm. Tief ein und ausatmen. Nicht ausflippen, also erkläre ich ihr warum sie jetzt die Winterjacke braucht, darin enthalten sind alle Argumente, die ich finden kann. Ich schiele immer zu Paulchen, der in voller Montur irgendwo raufklettern will. Hole ihn wieder runter, die Jacke wird dann doch noch angezogen.

 

 

Nach einer halben Stunde sind wir parat, es kann losgehen. Den Zug schaffen wir wahrscheinlich nicht mehr, ich wünsche mir zumindest einen wunderschönen weissen Winter, damit sich die ganze Prodezur auch lohnt und ein schnelles Winterende, bevor Paulchen lernt sich selber auszuzieht.

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