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10 Fair Trade Prinzipien

Überall wird um die Weihnachtszeit zu Spenden aufgerufen, was ich auch sehr schön finde, diese besinnliche Zeit für gute Zwecke zu nutzen. Allerdings könnt ihr ohne Spenden das ganze Jahr über viel gutes Tun, nachhaltiges Wachstum fördern, die Natur schützen, Frauenrechte stärken, gegen Kinderarbeit angehen und noch vieles mehr. Das schönste daran, ihr bekommt sogar etwas dafür: Wunderschöne, sehr oft auch handgemachte, Produkte.

Die WFTO (World Fair Trade Organization) hat 10 Prinzipien ausgearbeitet, denen Unternehmen in ihrer täglichen Arbeit follgen müssen. Diese Prinzipien werden streng überwacht, damit diese nicht verletzt werden.

Diese 10 Prinzipien stelle ich euch heute kurz vor. Fair Trade ist nicht nur ein "Logo" oder "Stempel", es steckt sehr viel mehr dahinter, das wir unterstützen sollten.

 

Hier kommen die 10 Fair Trade Prinzipien:

Prinzip 1: Möglichkeiten für sehr kleine und/oder benachteiligte Produzenten schaffen

Verminderung der Armut als ein zentraler Punkt muss in den Zielen eines Fair Trade Unternehmens mit einem Aktionsplan verankert sein. Fair Trade Unternehmen arbeiten mit kleinen Produzenten zusammen, egal ob diese unabhängige Familienbetriebe, Kooperationen oder Organisationen sind und unterstützen diese wirtschaftlich unabhängig zu werden.

 

Prinzip 2: Transparenz und Verantwortlichkeit

Fair Trade Unternehmen sind äusserst Transparent in ihrem Management sowie in ihren wirtschaftlichen Beziehungen. Zudem sucht das Unternehmen gezielt nach Wegen Arbeiter, Mitglieder und Produzenten in den Entscheidungs-Findungs-Prozess miteinzubeziehen und stellt sicher, dass relevante Informationen allen Handelspartnern zur Verfügung gestellt werden und die Kommunikation auf allen Ebenen offen ist.

 

Prinzip 3: Fair Trade Praktiken

Das Unternehmen handelt betreffend kleinen Produzenten sozial, wirtschaftlich und ökologisch wertvoll und bereichert sich nicht an ihnen. Es erfüllt seine Pflichten ebenso wie Lieferanten ihre Verträge einhalten und die Waren in gewünschter Qualität liefern müssen.

Käufer von Fair Trade Produkten berücksichtigen die finanzielle Situation der Produzenten und zahlen pünktlich, oder leisten eine Vorauszahlung von 50%, wenn gewünscht.

Wird eine Bestellung durch den Käufer annulliert muss eine adäquate Bezahlung für die bereits geleistete Arbeit entrichtet werden. Vor einer Stornierung müssen sich Käufer und Produzent besprechen und eine gemeinsame Lösung finden. Bei Lieferengpässen seitens der Produzenten und Lieferanten muss ebenfalls eine Lösung gefunden werden und eine Kompensation gegeben sein.

Organisationen sollen an langfristigen Beziehungen basierend auf Solidarität, Vertrauen und gegenseitigem Respekt interessiert sein, die zu dem Fair Trade Konzept zu Gute kommt. Alle Beteiligten sollen daran arbeiten, dass das Bestell- bzw. Liefervolumen stetig wächst, um ein stetiges Wachsen von fairem Handel zu fördern. So kann das Einkommen und die Position kleiner Lieferanten und Produzenten nachhaltig gestärkt werden. Dies bedeutet auch, dass keine Duplikate von anderen Produzenten ohne Erlaubnis hergestellt werden dürfen.

Fair Trade anerkennt, bewirbt und beschützt die kulturelle Identität und traditionellen Fähigkeiten der Produzenten und baut diese in die Designs ein.

 

Prinzip 4: Bezahlung

Ein fairer Preis ist ein Preis der von beiden Seiten akzeptiert wird und der den Produzenten einen fairen Lohn garantiert sowie vom Markt dauerhaft bezahlt werden kann. Dort wo Fair Trade Preisstrukturen existieren, werden diese als Minimum genutzt. Faire Bezahlung bedeutet eine sozial fähige Entlohnung (des jeweiligen Landes entsprechend), die von den Produzenten selbst als fair angesehen wird und die auf dem System des gleichen Lohnes von Mann und Frau beruht.

 

Prinzip 5: Keine Kinder- und Zwangsarbeit

Die Organisation beruft sich auf UN Konvention der Kinderrechte sowie nationaler und lokaler Arbeitsrechte für Kinder. An Fair Trade beteiligte Unternehmen garantieren keine Zwangsarbeit.

Organisation, die Fair Trade Produkte kaufen, garantieren ebenfalls nach den gleichen rechtlichen Bestimmungen weder Kinder- noch Zwangsarbeit zuzulassen. Jede Art der Einbeziehung von Kindern in die Produktionskette von Fair Trade Produkten (und sei es das Lernen einer traditionellen Kunst) muss offen dargelegt und überprüft werden und darf die Gesundheit sowie die Sicherheit, Ausbildung und Recht auf Spielen beeinflussen nicht beeinflussen.

 

Prinzip 6: Verpflichtung zu Nicht-Diskriminierung, Geschlechtergleichheit und Freiheit der Verbände

An Fair Trade beteiligte Unternehmen dürfen unter keinen Umständen auf Grund von Rasse, Status, nationaler Herkunft, Religion, Behinderung, Geschlecht, sexueller Orientierung, Gewerkschafts-Mitgliedschaft, politische Haltung, HIV/AIDS oder Alter bezüglich Einstellung, Beförderung, Zugang zu Trainingsmöglichkeiten, Lohn, Kündigung oder Renteneintritt diskriminieren.Es werden für Frauen und Männer Möglichkeiten geboten, sich weiterzubilden und die Beförderung von Frauen bei freien Stellen oder sogar Führungspositionen wird gezielt gefördert. Zudem haben die gesundheitlichen Bedürfnisse von Schwangeren und stillenden Müttern hohe Priorität. Frauen können sich vollumfänglich bei Entscheidungen bezüglich des Produktionsprozesses einbringen.

Unternehmen arbeiten direkt mit Produzenten zusammen und garantieren, dass Frauen voll für ihre Arbeit entlohnt werden und bei gleicher Arbeit von Frauen und Männern, wird die Bezahlung der Frauen an die der Männer angepasst. Allgemein werden Unternehmen auch aufgefordert, die Arbeit der Frauen wert zu schätzen und entsprechend zu entlohnen.

 

Prinzip 7: Gute Arbeitsbedingungen

Es wird eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung sichergestellt, ebenso wie Arbeitszeit und Konditionen. Dies muss im Minimum mit nationalen und regionalen Gesetzen kompatibel sein.

Fair Trade Organisationen müssen sich über die Gesundheits- und Sicherheitsstandards der Produktionsstätten stetig informieren, überprüfen und verbessern. 

 

Prinzip 8: Förderung nachhaltigen Wachstums

Es sollen stetig die Entwicklungschancen für kleine Produzenten erhöht werden und die Auftragslast stetig wachsen. Dies wird durch Schulungsprozesse im Bereich Management, Erhöhung der Produktionsmöglichkeiten, die Öffnung zum Markt (regional, national und international) und Weiterbildungen der Mitarbeiter ermöglicht. So können kleine Betriebe natürlich und nachhaltig wachsen.

 

Prinzip 9: Promoting Fair Trade

Unternehmen, die fair handeln, vergrössern das Interesse an fairem Handel und unterstützen die Notwendigkeit von mehr Gerechtigkeit im weltweiten Handel. Handelsunternehmen sowie Händler stellen sämtliche Informationen über Produktion, Produkte, Organisationen etc. für den Zwischenhändler/Endkunden zur Verfügung. Hierfür werden ausschliesslich ehrliches Marketing und Werbung eingesetzt.

 

Prinzip 10: Respektiere die Umwelt

Durch die Produktion von Fair Trade Produkten werden Rohmaterialien aus nachhaltigen Quellen verwendet, wenn möglich wird lokal eingekauft. Es sollen soweit möglich energiesparende Produktionstechniken sowie erneuerbare Energien verwendet werden, die die CO2 Emissionen verringert. Innerhalb der Produktionskette soll so wenig Abfall wie möglich produziert werden. Bei der Erzeugung von landwirtschaftlichen Fair Trade Erzeugnissen werden soweit möglich organische Düngemittel verwendet oder in sehr geringen Mengen Pestizide.

Käufer und Verkäufer werden aufgefordert sich für nachhaltige Rohstoffe zu entscheiden.

Es werden für Verpackungen, soweit möglich, biologisch abbaubare Materialien verwendet, verschickt wird per Schiff, wenn möglich.

 

Kontakt

 

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